Lehrter Parkhaus — der Bauplatz. [vor 40 Jahren]

Du merkst, daß du über 30 bist, wenn du historische Ereignisse aus deinem eigenen Archiv bestücken kannst… Dieses Foto zeigt die Vorbereitung für den Bau des ersten Lehrter Parkhauses ab ca. 1980. Das genaue Datum weiß ich nicht, denn so etwas komfortables wie Exif-Daten gibt es damals nicht, erst recht nicht in der einfachen Kamera, die mir als Kind/Jugendlicher zur Verfügung steht. Ich bin darauf angewiesen, was ich mir auf der Negativtasche notiere — und später wieder richtig einsortiere (was bei einem hektischen Labortag nicht selten schiefgeht). Auch im “allwissenden” Netz finde ich bisher keine genauen Angaben, wann beispielsweise die alten Gebäude abgerissen und der Bauplatz “besenrein” übergeben wird. Ein Foto von der Grundsteinlegung folgt in einem weiteren Beitrag.

Bauplatz für erstes Lehrter Parkhaus.

Bauplatz fürs erste Lehrter Parkhaus.

Es ist ein schöner Streetfoto-Schnappschuß, der mehrere Bauarbeiter beim Aufbau der Absperrung vor Baubeginn zeigt. Sicherlich habe ich damals nicht darauf geachtet — oder mich möglicherweise sogar darüber geärgert — aber der ins Bild radelnde Radfahrer gibt der Szene den letzten Pfiff.

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Das Graffiti der Liebe [2020|22] #corona

Ein Schnappschuß von einem Fotowalk mit Tendenz zur Streetfotografie: Dinge entdecken, an denen man sonst achtlos (oder wg. Vandalismus verächtlich) vorübergeht. Was genau sich der Künstler/in bei dem Graffiti gedacht hat, wissen wir nicht (auf dem Rest der Mauer gibt es diesbezüglich keine Hinweise), aber das Thema beschäftigt uns ja alle irgendwie — die einen mehr, die anderen weniger. Das klassische Herz mit Pfeil wirkt von Weitem wie ein OK. Nehmen wir es heute als “Wortmarke”. — Aufnahme mit 35 mm (KB), Blende 5,6 mit 1/40 s (ISO 800|30 DIN).

Graffiti Liebe

Graffiti Liebe.

Wenn etwas in rot auf eine graue Betonmauer gesprüht wird, ist das natürlich eine Steilvorlage für ein sogenanntes Colorkey: rot wird hervorgehoben, indem alle anderen Farben “ausgeblendet” werden. Dies geht am einfachsten, wenn man in HSL/Farbe einfach alle anderen Farben entsättigt. Das führt allerdings nicht selten zu “Kolateralschäden” im Zielbereich. Deshalb lege ich ruckzuck eine Maske (Lightroom Korrekturpinsel) an. Mit Bearbeitung von Luminanz und Sättigung kann man bei der Gelegenheit dem Farbkontrast noch etwas nachhelfen. Für geübte Nutzer eine Sache von fünf Minuten, nix Kompliziertes in Photoshop oder so.

Kasper auf dem Weihnachtsmarkt [2019|51]

Auf den Weihnachtsmarkt hast du in dieser Sammlung sicher schon gewartet… Einmal paarmal war ich im Vorbeigehen dort, auch zum Fotografieren. Aber das tolle Motiv ist es m. E. schon lange nicht mehr. Zwischen Freßbuden und Tinnef ist die Tradition phantasielos verloren gegangen (wahrscheinlich muß man auch auf zu viele spezielle Gefühle Rücksicht nehmen).

Kasper auf dem Weihnachtsmarkt in Hannover.

Kasper auf dem Weihnachtsmarkt in Hannover.

So ist mein Bild für diese Woche nicht so ganz typisch für Weihnachten. Aber ich freue mich, daß man Kinder trotz Elektronikspielzeugschlacht noch immer für solch einfache Dinge wie dem Kasperletheater begeistern kann.

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Erleuchtung [2019|45]

Eigentlich bedeutet Streetfotografie ja den Alltag fotografisch einzufangen. Aber man freut sich dann doch, wenn es den einen oder anderen Blickfang gibt, so wie bei den Wartungsarbeiten an der Beleuchtung gegenüber dem Straßenbahndepot Glocksee (Hannover).

Erleuchtung

Arbeiten an der Straßenbeleuchtung.

Der Ausschnitt sitzt, genau so habe ich die Kamera vor Ort gehalten (44 mm KB). Wie es sich gehört, fällt das orangefarbene Fahrzeug sofort auf und leitet den Blick. Zwischen den glänzende Schienen bietet die Spiegelung der Warnlichter in der Pfütze einen Farbtupfer.

Verpuppung [2019|11]

Bei einem Spaziergang durch Hannover (Linden) kann ich wieder ein Bild für meine “verhüllt”-Sammlung machen. Ein Eckhaus ist von oben bis unten eingepackt. Mag sein, daß damit die Ausbreitung von Schmutz verhindert werden soll, mag sein daß es die Arbeiter vor Wetterunbilden schützt, es ist inzwischen fast schon zum Standard geworden, wenn irgendwo ein Baugerüst aufgestellt wird.

Und am Ende wird's ein Schmetterling...

Und am Ende wird’s ein Schmetterling…

Seit Christos Reichstagsverhüllung sammele ich solche Gebäude als Alltagskunst. Es gibt einfache weiße Planen, aber nicht selten kommt ein schickes Streifenmuster zum Einsatz. Manchmal bleibt es für Jahre und entwickelt einen ganz besonderen Charme…

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Diskretion [2019|07]

Die beste Kamera ist die, die man dabei hat. Das gilt heutzutage besonders für die unentbehrliche “Zugabe” eines Mobiltelefons: Die Bildqualität ist bei gutem Licht in Ordnung und man hat sie fast immer dabei.

Diskretion

Diskretion, bitte Abstand halten.

Außerdem ist das ewige am Handy Herumgefummele allgemein akzeptiert und “unverdächtig”. Wie wäre es, wenn ich dort mit einer Kamera — gar einer Spiegelreflex — hantieren würde..?

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Smilie bei Nacht [2018|44]

Eigentlich ist Hannover ja stolz auf den großen Stadtwald, sattes Grün und die vielen Plätze — bis einer sie “Baulücke” nennt, Bedarf erkennt — dann “muß” da etwas hingebaut werden. So entsteht auf dem Andreas-Hermes-Platz ein Hotel-Hochhaus mit 15 Etagen (220 Zimmer). Auf der gegenüberliegenden Seite wird gerade der ZOB ebenfalls durch einen DB-Verwaltungsklotz ersetzt — und sich dann über das Ihme-Zentrum beschweren.

Smilie bei Nacht

Smilie bei Nacht.

In den vergangenen Jahren wurde in der Innenstadt schon der Klagesmarkt stückweise zugestellt, die Passerelle “umgestaltet” und auf den Steintorplatz lauern auch Begehrlichkeiten…

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Kopfschmuck [2018|31]

Auf dem Weg zu einem Termin spaziere ich an einem Fenster mit dort ausgestellten Köpfen vorbei. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob es sich um Perücken handelt, zumindest ist kein Laden direkt neben an… Durch Reflexion und Schattenwurf entsteht geradezu ein kleines Portrait, wobei Madame fast schon keck posiert.

Kopfschmuck

Kopfschmuck

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Graffiti erwünscht [2018|28]

Normalerweise sind Graffiti-Künstler nicht besonders an Öffentlichkeit interessiert — zumindest nicht während der Arbeit. In diesem Fall ist es anders: “Kartel” sprüht im Auftrage des Hausherrn. Das gibt dem Gebäude nicht nur ein besonderes Aussehen, sondern erschwert auch Schmierereien.

Graffiti Kartel

Graffiti erwünscht

Die Atemmaske ist nicht Show, es ist “beeindruckend” wie intensiv man den Farbgeruch wahrnimmt, obwohl ja nur mit kleinen Dosen gearbeitet wird. Zum Glück ist ja gut gelüftet. — Schnappschuß mit meiner “immer dabei” Lumix und ohne besondere Bildbearbeitung.

Digital Natives [2018|21]

Vor zwei Jahren ist es mein Foto zur Kommunikationsmesse CeBit, doch es fällt mir im Alltag immer öfter unangenehm auf: Miteinander ist oft nur ein Nebeneinander. Und: Technik benutzen ist nicht unbedingt Technik beherrschen (oft umgekehrt).

Digital Natives kommunizieren

Digital Natives kommunizieren.

In der Streetfotografie kannst du dir mit einem Tele Details herauspicken oder mit dem Weitwinkel das “Biotop” einbeziehen (32 mm/64 mm KB, ISO 200/24 DIN, 1/80 s, Blende 8).