Selbstportrait [2020|40] #corona

Wenn man dem Stubenarrest etwas Positives abgewinnen möchte, dann ist es die Zeit und Muße zum fotografischen Experimentieren. Nach dem Alchemisten und einem biometrischen Paßfoto möchte ich heute ein berufungsbezogenes Selbstportrait machen. Die Idee dazu schwirrt mir schon seit ein paar Tagen im Kopf herum und hat etwas mit meinem 7oom-Logo zu tun.

Thorsten LuhmThorsten Luhm Fotojournalist

Thorsten hat den Durchblick.

Diesmal bin ich faul und verwende statt Blitzgeräten nur die Videoleuchten, die sowieso noch herumstehen. Zuerst beide, dann nur noch die rechte. Im Hintergrund hänge ich ein schwarzes Tuch auf (Kinovorhang, den ich sonst immer zum Lightpainten dabei habe). Die Kamera steht mit dem 85er (KB) und Fernauslöser auf dem Stativ in etwa 2,5 m Entfernung. So habe ich später wenig “crop”, muß aber bei der Aufnahme darauf achten, daß ich mich ordentlich positioniere: Wenn ich ganz gerade von vorne ins Objektiv schaue, sehe ich den mittleren Fokuspunkt im “Gegenlicht” als Orientierungspunkt.

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Zentralsilo am Lindener Hafen [2020|39] #corona

Nicht ganz so unendlich wie die der Wasserstadt ist die Geschichte des Zentralsilos am Lindener Hafen. Ich kenne ihn lange als “lost place” und habe dort manche Fotosession erlebt. “Eigentlich” sollte dort auch mal ein Lightpainting stattfinden…

Zentralsilo am Lindener Hafen (Hannover).

Zentralsilo am Lindener Hafen (Hannover).

Aber lange Sommertage und Einschränkungen wg. #corona haben es verzögert — und plötzlich steht ein Bauzaun drumherum. Kommste ein paar Tage später vorbei, ist sogar schon das halbe Gebäude weg. Jetzt geht es Schlag auf Schlag.

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Der geheime Corona-Indikator [2020|38]* #corona

Wir erinnern uns an das Frühjahr 2020, als das Schlamassel mit Corona losgeht: Es gibt kein Toilettenpapier! Es wird massenhaft gekauft — warum? Ich kann es nicht glauben, aber da ich es in der Regel “just in time” kaufe, bekomme ich tatsächlich Probleme, weil ich über zwei oder drei Wochen rein gar nichts bekomme (und kaufe dann aus Verzweifelung übel parfümiertes von der Palette im Baumarkt). Die Regale für Klopapier und Küchenrollen sind tatsächlich ratzekahl geräumt.

Der Corona-Indikator: Trockenhefe.

Der Corona-Indikator: Trockenhefe.

Auch bei Nudeln und Mehl gibt es Engpässe, und natürlich bei Desinfektionsmitteln. Selbst einfache Flüssigseife wird im Drogeriemarkt auf zwei Einheiten begrenzt — und zwar über Marken hinweg (du kannst da nicht einfach zehn unterschiedliche Sorten kaufen…). Leere Regale kenne ich eigentlich nur von 1989, als über den kleinen Grenzverkehr ganze Busladungen von Reisewilligen kommen — und natürlich aus Berichten “vom Kriech” (und hatte gehofft, das sei für uns alle vorbei). Eigentlich scheint die Versorgungslage zur Zeit “normal”…

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Streetfotowalk Hannover [2020|35] #corona

Herbstanfang.Wegen Covid 19 habe ich den Eindruck, daß der Sommer gar nicht so richtig stattgefunden hat. Fast alle gemeinsamen Draußenaktivitäten sind ausgefallen oder waren stark eingeschränkt. Und bald kommt “die dunkle Jahreszeit”. Anlaß für mich, runter vom Sofa und einen sonnigen Spätsommertag für einen Streetfotowalk durch Hannovers Innenstadt zu machen (dabei einige Locations zu checken und für Junior eine Entschädigung für vereitelte Sommerferien abzuholen).

Streetfotowalk durch Hannovers Mitte. (Quelle: Lightroom-Kartenansicht/Google Maps)

Streetfotowalk durch Hannovers Mitte.
(Quelle: Lightroom-Kartenansicht/Google Maps)

Alle haben Smartfons, weil sie ja immer erreichbar sein müssen/wollen — trotzdem ist sooo spontan niemand erreichbar, der mitkommen möchte… Ich setzte mir deshalb konkrete Ziele:

  1. es geht um Streetfotografie, also das Leben auf der Straße bzw. alltägliche Ansichten
  2. ich verwende ausschließlich meine Lumix-MFT mit der Festbrennweite 14 mm (entspr. 28 mm KB)
  3. es wird von jedem Motiv nur ein Foto gemacht, möglichst in ungewohnter Perspektive

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Milchstraße II [2020|34] #corona

Es gibt Leute, die nicht nur reden, sondern auch machen. So hat unsere kleine Fototruppe nach einer Menge Lightpainting für dieses Wochenende ein kleines Astrofotografie-Projekt geplant: die Milchstraße fotografieren. Das mit dem reinen Fotografieren ist gar nicht sooo kompliziert, es bedarf aber einer strikten Terminplanung, denn die Milchstraße ist nicht immer sichtbar. Und: man möchte auch nicht unbedingt nachts um 3 Uhr unterwegs sein.

Milchstraße

Milchstraße erahnt…

An diesem Wochenende ist eine Beobachtung ab ca. 23 Uhr möglich. Wichtiger ist, daß du einen vernünftigen Vordergrund brauchst, denn sonst ist das Foto eher langweilig. Ulrich hat dazu einen See ausgeguckt — leider eine Stunde Fahrtzeit von mir entfernt. Leider ist die Wetterlage eher bewölkt bis “dicht”… (weshalb ich schweren Herzens verzichte)

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Night of Light [2020|26]* #corona

Wie gut, daß wir uns nach wochenlangem Stillstand in kleiner Gruppe getroffen haben. Die abendlichen Temperaturen machen es möglich, daß man sich mit Abstand, aber nicht ungemütlich auf die Terrasse setzen kann. Auf dem Heimweg komme ich am HCC vorbei. “Natürlich” habe ich nichts von der Night of Light mitbekommen und bin über die nicht unübliche abendliche Illumination überrascht (hauptsächlich wg. der Farbe). Damit möchte die Veranstaltungswirtschaft auf die existenzbedrohende Lage aufmerksam machen.

HCC Night of Light

Night of Light am HCC|Hannover

Zum Glück habe ich immer eine brauchbare Kamera dabei und mache noch ein paar Bilder: Aufnahme mit 25 mm MFT (50 mm KB), 1/8 s aufgestützt bei 3.200 ISO. Leider sind die Fenster der Kuppel nicht beleuchtet, so daß die Spitze eher UFO-mäßig rumhängt.

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Ihme-Zentrum 2020 [2020|25] #corona

Wenn mich Leute ärgern, mache ich einen Fotowalk. Danach geht es mir nicht nur deutlich besser, sondern ich habe anschließend oft auch ein paar tolle Fotos. Und wenn ich Glück habe, reicht ein Anruf bei Freund Holger, der mich gern begleitet und Hannover-intern manche Info geben kann. Diesmal sind wir im Ihme-Zentrum unterwegs, jenem berühmt-berüchtigten Wohnkomplex in Hannover (Linden Mitte).

Ihmeplatz 4

Ihmeplatz 4

Es ist in den 70er des vergangenen Jahrhunderts gar keine so schlechte Idee, Wohnen, Arbeiten und Einkaufen in einem großen Gebilde zu vereinen. Aber leider ist der Komplex zwischen die Fronten von Politik und Spekulanten geraten, so daß es seit Jahren leider wie ein “lost place” wirkt.

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Die Welt ist eine Mohnkugel [2020|24] #corona

Kleiner Fotowalk am Abend mit Junior Ivo und Fotofreund Gerric. Während andere wegen Mohn ganz aus dem Häuschen sind und viele Kilometer durch die Lande fahren, haben wir den richtigen Riecher und sind nur mal “kurz um den Block”. Sohnemann hat seinen Kindle Fire Freetime dabei, der über eine passable Webcam verfügt, so daß er ebenfalls fleißig Bilder macht. Danach noch einen Abstecher zur Schleuse Bolzum, eine interessante Location.

Die Welt ist eine Mohnkugel

Die Welt ist eine Mohnkugel.

Aufnahme: 1/1.000 s mit Blende 8 beim 7,5er (15 mm KB, ISO 200). Das Fisheye von 7Artisans für MFT, Lumix, Olympus, Sony etc. verzeichnet für ein Objektiv dieser Preisklasse recht wenig. Bearbeitung in Lightroom, neben Belichtung diesmal auch ein wenig “Look”.

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Kraftwerk Stöcken [vor 10 Jahren]

Wie du vielleicht schon bemerkt hast, tauchen hier vermehrt Bilder mit dem Hinweis “vor 10 Jahren” auf. Das verdanken wir einerseits meiner konsequenten Archivierung und Verschlagwortung sowie andererseits dem #Corona-bedingten Stubenarrest. So durchstöbere ich mein Archiv nach interessanten Ereignissen.

Kraftwerk Stöcken

Kraftwerk Stöcken.

Vor zehn Jahren ist die Fototechnik HDR (oder DRI ) der “heiße Scheiß”. Wir treffen uns Mitte Juni 2010 am Mittellandkanal, um mit ein paar Nachtaufnahmen die Grundlagen zu schaffen. Ziel ist das Kraftwerk Stöcken.

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Moorrose, Kalmia Angustifolia, Torfblume, Berglorbeer [2020|23] #corona

Ende Mai, Anfang Juni gibt es bei mir einen “Routinetermin”: Ein Ausflug ins Altwarmbüchener Moor zur Moorrose, Kalmia angustifolia oder auch Berglorbeer und Torfblume. Seit ein paar Jahren ist es gewissermaßen der Fotowalk mit Ulrich in Tradition unserer Familien.

Moorrose Panorama

Moorrose Panorama

Mein Vater hat Ende der 70er erstmals darüber berichtet, seither wird von seinen Artikeln fleißig abgeschrieben, nicht selten ohne Quellenangabe… Inzwischen findest du auf meinen Websites mehrere Einträge.

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Das Graffiti der Liebe [2020|22] #corona

Ein Schnappschuß von einem Fotowalk mit Tendenz zur Streetfotografie: Dinge entdecken, an denen man sonst achtlos (oder wg. Vandalismus verächtlich) vorübergeht. Was genau sich der Künstler/in bei dem Graffiti gedacht hat, wissen wir nicht (auf dem Rest der Mauer gibt es diesbezüglich keine Hinweise), aber das Thema beschäftigt uns ja alle irgendwie — die einen mehr, die anderen weniger. Das klassische Herz mit Pfeil wirkt von Weitem wie ein OK. Nehmen wir es heute als “Wortmarke”. — Aufnahme mit 35 mm (KB), Blende 5,6 mit 1/40 s (ISO 800|30 DIN).

Graffiti Liebe

Graffiti Liebe.

Wenn etwas in rot auf eine graue Betonmauer gesprüht wird, ist das natürlich eine Steilvorlage für ein sogenanntes Colorkey: rot wird hervorgehoben, indem alle anderen Farben “ausgeblendet” werden. Dies geht am einfachsten, wenn man in HSL/Farbe einfach alle anderen Farben entsättigt. Das führt allerdings nicht selten zu “Kolateralschäden” im Zielbereich. Deshalb lege ich ruckzuck eine Maske (Lightroom Korrekturpinsel) an. Mit Bearbeitung von Luminanz und Sättigung kann man bei der Gelegenheit dem Farbkontrast noch etwas nachhelfen. Für geübte Nutzer eine Sache von fünf Minuten, nix Kompliziertes in Photoshop oder so.

Lightpainting am Maschsee [2020|21] #corona

Es gibt ja gelegentlich die Situation, daß man nach einer Fotoaktion nach Hause kommt — und dann die Bilder auf dem Bildschirm nicht so toll aussehen, wie man es sich vor Ort erhofft hatte. Beim Lightpainting ergeht es mir oft andersherum: Ich bin immer wieder positiv überrascht und habe selten zuvor beim ersten Sichten in Lightroom so viele 4-Sterne-Bewertungen für das unbearbeitete Bild vergeben.

Lightpainting

Lightpainting am Maschsee|Hannover.

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