Lightpainting — der Boden ist Lava [2020|07]

Mein Sohn hat sich beschwert, daß ich Lightpainting immer nur mit den “üblichen Verdächtigen” mache. Also nutzen wir die dunkle Jahreszeit für eine eigene Session — Übung genug habe ich ja.

Erste Schritte auf dem Spielplatz...

Erste Schritte auf dem Spielplatz…

Damit es nicht zu kompliziert wird, gehen wir auf den Spielplatz nebenan. Das könnte eine tolle Location sein, aber durch viele beleuchtete Fenster und ein blödes Kellerlicht im Hintergrund paßt es nicht wirklich. Aber für erste Übungen reicht es. Ivo bevorzugt mein selbstgebasteltes “Lichtschwert” aus Leuchtdioden und Kabelkanal. Wichtig ist, dem (kleinen) Künstler zu vermitteln, daß man nicht nur auf einer Stelle malen sollte. Und der Fotograf verzichtet auf komplizierte Regieanweisungen, sondern läßt die Kamera “mitlaufen”.

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Im Meditationsraum von Niki de Saint Phalle [2020|06]

Sohn: “Wir waren so lange nicht im Sprengel-Museum.” — Wir haben Glück, es gibt ein Event, bei dem vier Streicher ausgewählte Musikstücke kurz präsentieren. Danach schauen wir bei Kurt — man kann ja nie wissen — Schwitters vorbei.

Niki de Saint Phalle Mediationsraum im Sprengel-Museum Hannover

Niki de Saint Phalle Meditationsraum im Sprengel-Museum Hannover.

Ein paar Schritte weiter begeistert Niki de Saint Phalle nicht nur mich. 1974 gab es noch Proteste als die Nanas am Hohen Ufer in Hannover aufgestellt wurden, heute möchte sie wohl niemand mehr missen. Dank einer Schenkung im November 2000 kann man in Hannover mehr als 400 ihrer Werke im Sprengel-Museum bestaunen. Dazu gehört auch der Meditationsraum mit Schädel. Genaugenommen ist der Raum im Schädel (mit solider Tür), aber das ist im Museum nicht erwünscht.

Lightpainting Time Tunnel [2020|05]

Trübe Tage und wenig Tageslicht machen dem Fotografen das Leben zu dieser Jahreszeit nicht gerade leicht. Komischerweise sind die Nächte oft erstaunlich klar. Nur heute nicht, es nieselt vor sich hin. Aber wir haben uns trotzdem zum Lightpainting verabredet.

Ein Tunnel aus Licht.

Ein Tunnel aus Licht.

Wir sind im Team von Thorsten Luhm und Designsie Anna Pianka unterwegs. Dank Holger haben wir sogar eine kleine Halle zur Verfügung, wo wir die ersten Aufnahmen machen und seinen frisch erworbenen Pixelstick ausgiebig erproben können. Und Anna als Modell, die mit guter Orientierung im Raum unseren gemeinsamen Ideen sehr gut umsetzen kann. Ich darf den Blitz halten.

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Hildes Heim am Bahnhof [2020|04]

Neulich am Bahnhof in Hildes Heim. Während ich darauf warte, daß Annas Heim über den örtlichen Finanzmarkt Gestalt annimmt, mache ich den Schnappschuß von einer nahegelegenen Brücke. Glänzende Schienen sehen toll aus, leider fährt kein Zug durch diesen Bereich…

Bahnhof Hildesheim

Bahnhof Hildesheim.

Kamera ist die “immer dabei”-Lumix bei 12 mm (24 mm KB). Ein Wenig Postprocessing in Lightroom, um den beabsichtigten großen Kontrastumfang entsprechend in Szene setzen zu können.

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Bauern unterwegs [2020|03]

Dem ehemaligen Landkreis Burgdorf (Region Hannover) sagt man ja nach, daß das Kennzeichen BU für Bauern unterwegs stehe. Wie so etwas tatsächlich aussehen kann, demonstrieren heute die Landwirte in Hannover.

Bauern in Hannover unterwegs.

Bauern in Hannover unterwegs.

Grund sind immer mehr Verbote und eine ausufernde Bürokratie. Ungeachtet dessen bin ich beeindruckt, daß man es sich nicht gefallen läßt (wie sonst beim deutschen Michel üblich) und schon am Vormittag Hunderte von Treckern zur Demonstration in die Innenstadt rollen. Vorweg ein Gefährt von John Deere, das entsprechend grimmig guckt. Obwohl ich auf der Spur stadtauswärts bin, muß sich zwei längere Stopps einlegen — mache ich gern.

Kasper auf dem Weihnachtsmarkt [2019|51]

Auf den Weihnachtsmarkt hast du in dieser Sammlung sicher schon gewartet… Einmal paarmal war ich im Vorbeigehen dort, auch zum Fotografieren. Aber das tolle Motiv ist es m. E. schon lange nicht mehr. Zwischen Freßbuden und Tinnef ist die Tradition phantasielos verloren gegangen (wahrscheinlich muß man auch auf zu viele spezielle Gefühle Rücksicht nehmen).

Kasper auf dem Weihnachtsmarkt in Hannover.

Kasper auf dem Weihnachtsmarkt in Hannover.

So ist mein Bild für diese Woche nicht so ganz typisch für Weihnachten. Aber ich freue mich, daß man Kinder trotz Elektronikspielzeugschlacht noch immer für solch einfache Dinge wie dem Kasperletheater begeistern kann.

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B(a)uchladen [2019|50]

Im Stadtteil Hannover-Linden ist immer Flohmarkt, und das geht so: Wenn du es noch für brauchbar hälst, stellt du es in der Regel auf die vors Haus gemauerten Müllhäuschen. Wenn du Parterre wohnst, legst du es auch gern mal auf den Fenstersims. (Wenn du im falschen Stadtteil wohnst, wirfst du es einfach aus dem 14. Stock.)

Der B(a)uchladen in Linden.

Der B(a)uchladen in Linden.

Bei der Gelegenheit komme ich an einem B(a)uchladen vorbei, der recht übersichtlich drei Titel anbietet (leider ist der Hinweis “Windows” nur ganz klein rechts oben in der Ecke zu lesen). Merke: Im Land der Dichter und Denker sind Bücher fast wertlos geworden, materiell als auch immateriell (ich habe vor ein paar Jahren nicht ganz leichtfertig meine “repräsentative Bücherwand” zu einem großen Teil entsorgt).

Schnappschuß mit der Kamera, die man (fast immer) dabei hat: Smartfon im Automatikmodus, allerdings mit Grundbearbeitung in Lightroom (so viel Zeit muß sein).

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Niklaus Abend [2019|49]

Der Weihnachtstrubel ist in vollem Gange, nächste Woche will unsere Fototruppe über den hannöverschen Weihnachtsmarkt schlendern — selbstverständlich zum Fotografieren, nicht zum Konsumieren alkoholischer Weinplörre.

Niklaus-Abend in Burgdorf

Nikolaus Abend in Burgdorf.

Aber heute steht der Nikolaustag bevor und mein Sohn handelt beim Abendspaziergang noch eifrig Bestellwünsche aus, die ich dem Nikolaus übermitteln soll. Vorsicht, wenn im Nikolaus-Stiefel Lego ist, dann mußt du morgens gleich eine Stunde länger einplanen, denn es muß sofort zusammengebaut werden — so sieht Begeisterung aus!

Trotz 1/60 s bei ISO 320 leider keine perfekte Schärfe (26 mm KB), weil komischerweise der Autofokus deaktiviert war (die Kantenhervorhebung hatte während der Aufnahme allerdings nichts zu meckern…).

Der Hirsch von Waterbeck [2019|47]

Schon wieder goldener November. Auf dem Rückweg fahre ich auf der Walderseestraße die Eilenriede entlang. An der Kreuzung zur Bernadottallee fällt mir eine Skulptur auf. Sicherlich könnte man sie jederzeit fotografieren, aber zusammen mit dem Herbstwald auf dem Mittelstreifen ist das die perfekte Zeit.

Hirsch von Waterbeck

Hirsch von Waterbeck.

Der Hirsch stammt von August Waterbeck aus dem Jahr 1936. Aufnahme mit 45 mm (90 mm KB) bei Blende 4 und ISO 200/24 DIN. Und wie so oft ist der erste Schuß der beste, denn dort kommen nicht nur die Sonnenstrahlen gut zur Geltung, sondern auch das Geweih hebt sich noch gut vor den Ästen ab.

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Volkstrauertag [2019|46]

Gedenktage sind arbeitsfreie Tage — mehr interessiert die Menschen nicht. Und es ist sowieso Sonntag. Wenn es mehr Offizielle als “Zuschauer” gibt, kommt einem die Teilnahme an einer Gedenkstunde fast schon konspirativ vor. Ich hatte mir “mehr Interesse” wenigstens für diese Veranstaltung vorgenommen und es auf dem sonntäglichen Weg zu Oma und Opa umgesetzt.

Volkstrauertag

Volkstrauertag in Lehrte.

In der benachbarten Matthäuskirche gab es einen Gedenkgottesdienst sowie anschließend eine Ausstellung bzw. Informationsveranstaltung.

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Erleuchtung [2019|45]

Eigentlich bedeutet Streetfotografie ja den Alltag fotografisch einzufangen. Aber man freut sich dann doch, wenn es den einen oder anderen Blickfang gibt, so wie bei den Wartungsarbeiten an der Beleuchtung gegenüber dem Straßenbahndepot Glocksee (Hannover).

Erleuchtung

Arbeiten an der Straßenbeleuchtung.

Der Ausschnitt sitzt, genau so habe ich die Kamera vor Ort gehalten (44 mm KB). Wie es sich gehört, fällt das orangefarbene Fahrzeug sofort auf und leitet den Blick. Zwischen den glänzende Schienen bietet die Spiegelung der Warnlichter in der Pfütze einen Farbtupfer.

Läuft und läuft und läuft [vor 10 Jahren]

Du hast dich ja gar nicht verändert, würde man zu einer lange nicht mehr angetroffenen Bekanntschaft sagen. Das gleiche sage ich zu meinem Golf, den ich mir vor zehn Jahren kurzfristig kaufen muß, weil sein Vorgänger aus Köln bei den Kontrollleuchten ein Wettblinken beginnt.

Seit zehn Jahren mein zuverlässiger Transporter

Seit zehn Jahren mein zuverlässiger Transporter.

Eigentlich möchte ich mir damals den Fiesta einfach nochmal “in neu” kaufen, aber Lieferbarkeit und Preisvorstellung — quasi plus 100 Prozent — des Herstellers machen eine Neuausrichtung notwendig. Nachdem ich markenunabhängig “alle” Autohändler der Region abgeklappert habe, wird dies mein erster lupenreiner Neuwagen, da Volkswagen nicht nur das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet (das ist das Basismodell), sondern vor allem innerhalb von Wochen lieferbar ist.

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