Schwarzer Bär verhüllt [2016|39]

Tag der deutschen Einheit, das Wetter heiter bis wolkig, trotzdem kaum ein Mensch auf der Straße. Ich entdecke am Schwarzen Bär ein verhülltes Gebäude, seit Christos Reichstag ist dies eine interessante Variante, um Gebäude in Szene zu setzen (rechts i. B. gibt es sogar noch ein zweites verhülltes Gebäude). Es kommt auch ein Hauch “lost place” hinzu, denn dieser Zustand scheint schon seit mehreren Monaten zu bestehen. Dementsprechend sieht diese Verkleidung schon reichlich lädiert aus.

Schwarzer Bär

Schwarzer Bär

Obwohl ich das Wesentliche mit den 12 mm (24 mm KB) meiner “immer dabei”-Kamera einfangen kann, mache ich weitere (Teil-) Aufnahmen für ein Panorama.

Obwohl ich hinsichtlich des Fortschritts von Lightroom 6 gegenüber LR 5 skeptisch bin, habe ich vor einigen Wochen auf die 6er umgestellt, und möchte die zusätzlichen Funktionen auf die Probe stellen. Immerhin ist die Zählung ja schon bei 6.7 angelangt.

Wie immer, wenn ich ein Panorama stitchen lassen möchte, verzichte ich vorab auf eine Bearbeitung der Einzelbilder (manchmal aktiviere ich Linsenprofile, die in diesem Fall bei MFT aber integriert sind). Ich nutze die Einstellung Perspektivisch, die zunächst ein merkwürdiges Bild erzeugt. Mit Beschneiden und horizontalem Kippen wird daraus eine Ansicht ohne die Fisheye-Ausbeulung und mit mehr Tiefe.

Leider läßt das Stitching des Panoramas weiterhin zu wünschen übrig: Es gibt auch hier eine Menge Anschlußfehler. Das betrifft nicht nur die über die Straße gespannten Leitungen/Kabel, sondern auch das Baugerüst, die Straßenbahnschienen oder den Bordstein.

Da sich die Belichtungsmessung an den dunklen Fassaden orientiert, fällt der Himmel sehr hell aus. Dank RAW bzw. DNG des zusammengesetzten Panoramas ist nicht alles verloren. Über den Korrekturpinsel kann ich die Belichtung soweit bearbeiten, daß der Himmel nicht einfach eine weiße Fläche ist. Darüber hinaus nutze ich den Weißabgleich, um dem Himmel etwas Farbe zu geben.

[Update]

Nochmal nachgesehen: Schnappschuß von Ende März 2015. Da muß man wirklich genau hinsehen, um ein paar Unterschiede zu finden… [eingerüstet seit 2013 — siehe Ihme Zentrum oder Villa Nordstern…]

Das Gebäuse ist seit 2015 verhüllt... (wenn nicht schon länger)

Das Gebäuse ist seit 2015 verhüllt… (wenn nicht schon länger)

Das Gebäude am Schwarzen Bär ist nicht das einzige in solchem Dauerzustand: Ratspolitik will Dauergerüste nicht mehr hinnehmen (HAZ, 2017). Neuigkeiten Ende 2018: Gerüst am Schwarzen Bären: Stadt darf Eigentümer zum Handeln zwingen.

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