Geisterbahn [2016|11]

Das wollten wir schon lange mal machen: In den Untergrund gehen. Allerdings ist es keine “lost place”-Aktion, sondern eine ganz offiziell geführte Tour mit “Stattreisen Hannover”.

Eine Haltestation auf Reserve.

Eine Haltestation auf Reserve unter dem Hauptbahnhof.

Bei Planung des hannöverschen U-Bahn-Netzes inden 1970er hat man sehr weit geplant und gedacht: Wenn sich nicht alle Linien auf einmal realisieren lassen, bauen wir schonmal die zentralen Bahnhöfe.

Dementsprechend gibt es mehrere (Steintor? Raschplatz? Ihmezentrum?) Stationen auf “Reserve“, u. a. auch unter dem Hauptbahnhof. Nach einer oberirdischen Führung rund um den Bahnhof geht es durch eine unscheinbare Tür nach unten in die “Geister-Station”: Ein unterirdischer Bahnhof, der seit etwa 40 Jahren auf einen Zug der Linie D wartet. Der Fahrstuhl rumpelt, denn die darüber liegenden Ebenen werden ja benutzt (Linie A und B). Anders als entsprechend alte oberirdische Bauten wirkt er frisch und ist nicht verschandelt. Allerdings ist es auch nur ein Rohbau mit provisorischer Beleuchtung, so daß Spielen mit Licht recht schwierig ist. Auf der Suche nach extremen Fotoperspektiven solltest du dich aber nicht auf den Boden legen, denn der ist mit feinem Staub bedeckt und man sieht hinterher aus, wie von der U-Bahn überrollt. Mir kommt in diesem Fall mein neues Stativ zu Gute, daß sich auf Bodennähe absenken läßt. Erst mache ich mir Sorgen, daß das Blitzen der Fotokollegen zur Überstrahlung meiner Langzeitbelichtung führt — wie man sieht, bringt es den belebenden Kontrast.

Leiter ins Nichts?

Leiter ins Nichts?

10 mm Brennweite (16 mm KB) erzielen den richtigen Blickwinkel — und wirken auf diesem Bild gar nicht so superweitwinkelig — allerdings hat Upright zugegebenermaßen gut assistiert. Die Belichtungszeit von 13 s bei Blende 8 ist moderat (ISO 200/24 DIN). Eine Bearbeitung der Belichtung erfolgt in normalem Rahmen. — Die zweite Aufnahme ist übrigens mal wieder ein Schnappschuß mit der Lumix und iA+: Klar, ISO 3.200 bei 1/13 s mit Blende 3,5 (12 mm, entsp. 24 mm KB, Freihand).

Baustellen im Stadtbild sind für mich als Jugendlicher ganz normal. (Foto: T. Luhm)

Große Baustellen im Stadtbild sind für mich als Kind/Jugendlicher jahrelang ganz normal.
(Hannover, Steintor; Foto: T. Luhm)

Aufnahme mit analoger Spiegelreflex, vermutlich 50 mm auf Ilford FP4 (22DIN/125 ASA), gescannt vom Original Negativ.

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