Ich bin eigentlich eine Katze [2013/45]

Wenn man nicht von berufswegen täglich in Sachen Fotografie unterwegs ist, ist ein Projekt wie meines manchmal ganz schön anstrengend. So muß inzwischen öfter man die Handykamera ausreichen — allerdings gelingen mit dem unauffälligen, weil jedermann vertrautem Gerät, immer wieder schöne Straßenfotos. Der Spott meines Fototrupps, weil ich sonst dSLR und RAW schwöre, ist mir trotzdem gewiß.

Ich bin eigentlich eine Katze.

Ich bin eigentlich eine Katze.

Egal, mein Bild der Woche ist ein Hund — der wie eine Katze in einem Fenster thront und sich auch durch Passanten nicht aus der Ruhe bringen läßt.

Weil ich immer damit rechne, daß der Moment verschwindet (quasi im Namen der Heisenbergschen Unschärferelation), nutze ich die erstbeste Gelegenheit bei freiem Schußfeld, bevor der Hund es sich anders überlegt. Die quadratischen und überwiegend dunklen Fenster bieten dabei den Rahmen. Die Belichtungsdaten fallen mager aus, denn Exif liefert nur 3,49 mm als Brennweite, mehr leider nicht. Bei der Miniaturbauweise in einem Smartfon wird es vermutlich sowieso nur eine feste Blende geben.

In der Bearbeitung rücke ich das Bild erstmal einigermaßen gerade.Und weil der weiße Putz durch Wind und Wetter schon recht grau geworden ist, wirkt das Bild zunächst etwas trostlos, obwohl der Hund doch eher für Schmunzeln sorgt. Ich nutze in Lightroom deshalb die Teiltonung, um den Lichtern (= Hauswand) etwas rosé zu verpassen, während die Schatten (= Fenster) schwarz/blau bleiben.

Related Posts :

  • Es ist schon komisch, mein Smartfon nutze ich am wenigsten zum Telefonieren. Neben E-Mail und Navigation dient es hauptsächlich als "immer dabei"-Kamer ...
  • Wenn nach einigen grauen Tagen die Sonne heraus kommt, steht sie sehr tief, was ungewohnt lange Schatten bewirkt. Eigentlich bin ich ja in den Feldern ...
  • Herbst und Frühling sind Übergangszeiten. In der Kulturlandschaft macht sich dies durch abgeerntete oder frisch bestellt Felder bemerkbar, die Dank übe ...

Leave a Reply