Aufrüstung? [09/2013]

Endlich ist der statistisch schneereichste Monat vorbei und der offiziell dunkelsten Winter seit 1970 geht wohl auch zu Ende — der erste über Stunden ungetrübte Sonnenschein [da ahnt man noch nichts vom “Schneechaos” Ende des Monats]. Eigentlich das perfekte Fotowetter, “uneigentlich” aber auch endlich einmal Zeit zu entspannen und sich die Sonne auf die Plautze scheinen zu lassen.

Spiegelreflexkamera mit Steuerung via Tablett-PC.

Spiegelreflexkamera mit Steuerung via Tablett-PC.

Ich fahre zu meinem “Baum der Jahreszeiten”, der fotografisch diesmal schon im Kasten ist. Ich kann es aber natürlich nicht lassen, ein wenig in Sachen Zerstreuung vorzusorgen. Oder: Das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden.

Im Handgepäck habe ich diesmal nicht nur meine Spiegelreflexkamera mit meinem Lieblingsobjektiv 35 mm / f2, sondern auch die Testgeräte Touchlet X8 und Simvalley SP-360 sowie meine Kompaktkamera, um die Experimente zu dokumentieren. Ich möchte das schöne Wetter dazu nutzen, endlich einmal das Thema “Tablett-PC als Fernbedienung für die Digitalkamera” unter praxisnahen Bedingungen zu erproben (nicht am Schreibtisch, wie anderswo oft gemacht wird), bisher konnte man draußen kaum mit so viel Equipment hantieren. Aber auch so merke ich schnell, daß man ohne Assistenz kaum Spiegelreflex-Ausrüstung und Tablett-PC handhaben kann, obwohl die Anbindung über USB-OTG mit einem einfachen USB-Kabel gut klappt. Sicherlich wird der Zubehörhandel bald Stativhalterungen für Tablett-PCs anbieten, denn dann kann man mit Programmen wie Helicon Remote bequem Belichtungsreihen oder Zeitrafferaufnahmen machen.

Auf dem Foto sieht man die Spiegelreflexkamera — ein Stativ ist praktisch unerläßlich — sowie den behelfsweise abgelegten Tablett-PC, links baumelt das USB-Kabel. Man wird allerdings auch mit dem Manko moderner Technik konfrontiert: Bei Sonnenschein ist auf TFT-Farbdisplays nicht wirklich etwas zu erkennen, geschweige denn eine differenzierte Bildbeurteilung möglich (auf dem Bild ist zugegebenermaßen eine Montage mit einem Screenshot der verwendeten Software zu sehen). Andererseits muß man die Parameter für Belichtungsreihen etc. auch nur einmal eingeben, dann geht es ja automatisch weiter. Der mobile Einsatz ist also nicht ganz unbeschwerlich, leider gibt es m. W. zur Zeit keine Smartphones mit USB-OTG, die Jackentaschen-freundlich und mit einer 1-Hand-Bedienung etwas mehr Bewegungsfreiheit lassen. Die Geräte mit 4,5-Zoll-Display könnten dabei genügend Platz für eine übersichtliche Bedienung bieten.

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