Gelb steht mir gut [49/2012]

Es ist Herbst , die letzten Blätter halten sich aber bis Anfang Dezember. Ich liebe den Kontrast von hell und dunkel, aber auch von schwarz zu farbig/gelb. Und die Einfachheit des Motivs — man geht tausend Mal daran vorbei und übersieht es doch so oft.

Ahornblatt

Ahornblatt.

Das Foto wirkt fast wie “color key”, ist aber echt: In Farbe aufgenommen gegen den bedeckten Himmel, der so eben weiß/neutral statt blau erscheint. Ein wenig erinnert das Bild an eine Aufnahme vom Frühjahr, die “Kastanie auf dem Leuchtpult” [22/2012 ].

Die Lichtstärke des 50-mm-Objektivs (80 mm KB) zahlt sich aus: Trotz der Entfernung des Motivs von ca. 1,5 m werden bei Blende 2 die darüber liegenden Äste unscharf abgebildet und verschwinden auch auf Grund des (Über-) Blendeffekts des Gegenlichts langsam im Nichts. Die kurze Belichtungszeit von 1/1250 s bei ISO 400 / 27 DIN, geht darauf zurück, daß ich eigentlich ein paar Aufnahmen vom morgendlichen Berufsverkehr machen wollte und dann leider ein “Runterdrehen” vergessen habe.

Wie das kritische Auge erkennt, bringt diese Situation die Optik an ihre Grenzen: An den auslaufenden dünnen Ästen sind leichte chromatische Abberationen zu erkennen, sogar beide typische Varianten, purpur und grün. Trotz Objektivkorrekturdaten in Lightroom lassen sie sich leider nicht komplett beseitigen, ob Photoshop es besser kann, habe ich (noch) nicht probiert. Leider ist kein Objektiv bei diesen extremen Lichtverhältnissen hunderprozentig “clean”. Möglicher Workaround: Blätter maskieren, Rest zu Schwarzweißbild umwandeln — was ich inzwischen nachgeholt habe.

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