Selfie im Moor [2019|22]

Wenn Uli und ich am Vatertag losziehen, haben wir keinen Bollerwagen dabei, der würde auf unserer Tour ganz schön rumpeln. Wir schleppen stattdessen schwere Rucksäcke auf schmalen Pfaden durchs Moor. Darin weder Grill noch Hopfenkaltschale, sondern unser Fotoequipment, denn es ist wieder Zeit der Moorrose (Kalmia).

Selfie im Moor

Selfie im Moor.

Das haben wir in den den vergangenen Jahren schon öfter gemacht und es hat sich gewissermaßen zur Tradition entwickelt. Ich habe es jahrelang mit meinen Eltern gemacht, Uli mit seiner Familie. Bald wird uns hoffentlich auch mein Sohn begleiten.

Letztes Jahr waren wir etwa eine Woche zu spät dran, diesmal ist es genau umgekehrt: Es gibt erst wenige Blüten und ringsherum ist alles knochentrocken. Wenn man ein “Blütenmeer” erleben möchte, muß man wohl ein paar Tage später nochmals hin — obwohl die Trockenheit nichts Gutes verheißt. Schon lange sind an dieser Stelle andere interessante Motive verschwunden: kein Wollgras, kein Sonnentau, keine Kreuzottern oder anderes Getier. Auch das typisch blubernd-schmatzende Geräusch fehlt.

Das Foto ist ein Selfie per Smartfon. Da hat bei Verwendung der Frontkamera irgendein “mach es hübsch”-Modus ungewollt dermaßen zugeschlagen, daß eine Bearbeitung in Lightroom nur noch bedingt greift… Zum Vatertagsgrillen und zur einer kleinen Erfrischung sind wir dann auf Einladung meiner Eltern doch noch gekommen.

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