Hannover leuchtet [2018]

Von Mittwoch bis Sonntag bietet sich ein besonderes Thema für einen abendlichen Fotowalk: “Hannover leuchtet” und zwar täglich von 17.30 bis 23.00 Uhr (14.11. bis 18.11.2018). Ähnliche Aktionen waren Seelewaschen am Neuen Rathaus (2013) sowie Illumination Farbdepesche am Landesmuseum (2014).

Leuchtender Bulli

Leuchtender Bulli

Zufällig treffe ich Fotofreund Stefan an meinem Startpunkt an der Basilika St. Clemens. Ich habe zwar meinen Fotorucksack dabei, doch um beweglich zu bleiben, nehme ich später nur mein Weitwinkel und das Stativ für die weitere Tour mit. So entstehen sämtliche Aufnahmen mit dem Walimex pro 14 mm (Kleinbild).

Natürlich müssen Fotos, die unter “Extrembedingungen” entstehen, etwas bearbeitet werden. Bei einem Superweitwinkel gehört die Korrektur aus den Objektivprofilen dazu. Das Walimex wird in Lightroom nicht automatisch erkannt, es reicht allerdings, als Hersteller Samyang auszuwählen, dann klappt es.

Es liegt in der Natur der Sache, daß Nachtaufnahmen einen extremen Kontrastumfang aufweisen, erst recht, wenn dann fleißig illuminiert wird. Wer da auf RAW verzichtet, dem ist nicht zu helfen. Nach einer “allgemeinen” Belichtungseinstellung verwende ich den Korrekturpinsel, um Details zu bearbeiten: Mit reduziertem Fluss und weicher Kante trage ich die Korrektur schichtweise auf (siehe mein Praxisbuch zum Workflow in Lightroom).

Durch die langen Belichtungszeiten sind relativ wenige Leute auf den Bildern zu sehen. Vor 21 Uhr scheint es aber sehr voll zu sein und mancher stellt sich dann auch Mal “unwissend” direkt vor die Linse. Obwohl mit einer Spiegelreflex aufgenommen (3:2), ändere ich das Seitenverhältnis auf 4:3, weil es mir in diesem Fall ausgewogener erscheint. Bei zusammenhängenden Bildern einer Serie achte ich auf ein einheitliches Format. Es macht sich sowohl am Bildschirm als auch bei Belichtungen deutlich besser als ein Mischmasch oder gar “freie” Formate. Auch beim Wechsel von Hoch- und Querformat sollte man aufpassen.

Basilika St. Clemens

Startpunkt ist die Basilika St. Clemens . Sie wird von außen mit wechselnden Mustern beleuchtet.

Basilika St. Clemens

Basilika St. Clemens

Es lohnt sich allerdings, auch mal hineinzugehen. Auch dort findest du eine beeindruckende Architektur, die ein wenig dezenter beleuchtet wird.

Basilika St. Clemens (Kuppel)

Basilika St. Clemens (Kuppel)

Landesmuseum

Dann geht es hinüber zum Landesmuseum. Dort ergibt sich beim Blick über die Maschteiche eine tolle Ansicht, weil nicht nur die Fassade beleuchtet wird, sondern Strahler in den Himmel leuchten.

Landesmuseum à la Futurama

Landesmuseum à la Futurama

Trotz relativ viel Lichtsmog erkennt man zwischen den Strahlen einzelne Sterne und den grünen Laser, der die Standorte virtuell verbindet. Die Spiegelung auf der Wasseroberfläche rundet den Effekt ab (erinnert ein wenig an den Futurama-Vorspann).

Landesmuseum

Landesmuseum

Eines meiner besten Fotos, trotzdem möchte ich noch ganz ran und ein Bild vom Gebäude machen. Das paßt dann besser zur Ansicht aus der Illumination Farbdepesche von 2014.

Aegidienkirche

Und wenn man schonmal in der Nähe ist, kann man auch zur Aegidienkirche rübergehen. Die Beleuchtung “im Hof” (eigentlich ja das Kirchenschiff) ist fotografisch nicht so spannend. Zum Glück kreuzt gerade ein sehr gut beleuchteter VW Bulli als Blickfang auf (siehe auch oben).

Aegidienkirche mit Bulli

Aegidienkirche mit Bulli

Opernhaus

Beim Opernhaus gibt es auch eine Menge kunterbuntes zu sehen. Ich wähle hier allerdings die Hand, die über die Fassade flitzt und Berechnungen notiert. Trotz der relativ langen Belichtungszeit ist es nicht komplett verwischt und hebt sich von anderen Illuminationen ab.

Opernhaus

Opernhaus

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