Schneeflockenkometen [2017|01]

Träume zerplatzen manchmal wie Seifenblasen — aber wir haben ein Mittel dagegen: Die Seifenlösung etwas kühlen und die zerbrechlichen Kugeln in der frostigen Nacht vorsichtig auf die Terrasse segeln lassen. Je nach Timing bleiben sie zum Teil minutenlang erhalten.

Seifenblase

Seifenblasen müssen nicht gleich zerplatzen…

So kann man sie wunderbar mit einer LED-Taschenlampe illuminieren (bloß nicht draufblitzen) und fotografieren.

Alles etwas improvisiert, meine Aufnahme entsteht mit einem ganz normalen “Normalobjektiv” Canon EF 50 mm/1,8 bei Blende 4 und (auf dem Boden liegend gestützt) 1/15 s ohne Stabi oder Stativ (ISO 200/24 DIN). Die Fokussierung auf die Seifenblase ist nicht ganz einfach, da sie keine wirklich scharfe Kante bietet, es trifft dann auch eher die Schneekörnchem in der Nähe. Die Belichtung orientiert sich zum Glück ebenso an den hellen Stellen, so daß nur wenig Bearbeitung nötig ist. Am Rande des Lichtkegels erkennst du noch Schneeflockenkometen.

Der Seifenblasenmacher.

Der Seifenblasenmacher.

Bei der Gelegenheit mache ich natürlich einen Schnappschuß von Fotofreund Gerric: ebenfalls das 50er, aber 1/8 s Freihand (ISO 640) und Blende 5,6. Dort liegt die Belichtung auf dem Seifenblasenring und Kopf/Gesicht verschwinden erstmal in der Dunkelheit — Dank RAW läßt sich in Lightroom mit einem einfachen linearen Filter aus der linken oberen Ecke die Szene perfekt aufhellen. Das wirkt stimmiger als beispielsweise eine Maske per Korrekturpinsel, wo der Übergang zum dunklen Hintergrund fehlen würde.

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