Der rasante Weidenbohrer [2020|41]

Als Schmetterling bzw. dunkelgrauer Nachtfalter wird er dir trotz 80 mm und mehr Flügelspannweite kaum auffallen, doch als Raupe ist er schwer zu übersehen: der Weidenbohrer (Cossus cossus). Mit ihrer leuchten roten Farbe und einer Größe bis 100 mm ist sie recht auffällig, besonders wenn sie “zu Fuß” eiligst den Standort wechselt. Die Raupe überwinter zwei- bis viermal bevor sie sich verpuppt.

Der Weidenbohrer ist eilig unterwegs (Cossus cossus).

Der Weidenbohrer ist eilig unterwegs
(Cossus cossus).

Bei einem Vater-und-Sohn-Spaziergang um den Altwarmbüchener See läuft sie uns buchstäblich und mit beachtlicher Geschwindigkeit über den Weg. Totholz gibt es in der Umgebung genügend.

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Heh, da sitzt ‘ne Fliege an der Wand [2020|17] #corona

Was werde ich ich zum Teil wegen meiner Tipps zur einfachen Makrofotografie angefeindet: Es geht keinesfalls ohne spezielles Makroobjektiv, Zoomobjektive sind “Scherben” und wenn du nicht mindestens 200 Bilder “stackst”, dann hast du sowieso keine Ahnung. Sicherlich kann man damit das Optimum an Qualität erreichen, fragt sich nur, ob ein lebendes(!) Insekt so lange auf dich wartet.

Makrofoto Fliege

Makrofoto einer Fliege.

Fast alle Superaufnahmen, die du bei Spezialisten zu sehen bekommst, sind Präparate! Aber zum Glück geht es auch anders…

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Gefundenes Fressen [2020|52]

Müssen Tierbilder immer hübsch sein? Darf man man auch etwas Unangenehmes zeigen? Will man das sehen? Wir alle habe es schon oft auf der Straße gesehen. Und wenn sich jetzt jemand empört — ich habe es noch nie erlebt, daß jemand eine Andacht gehalten hat oder wenigestens das Opfer beiseite geräumt hätte.

Für den einen ist es ekelig, für den anderen eine Delikatesse.

Für den einen ist es ekelig, für den anderen eine Delikatesse.

Für den einen ist es ekelig, für den anderen eine Delikatesse. Vom Aussehen her und dem Appetit mit dem später auch ein Kumpel dabei ist, handelt es sich vermutlich um eine Aaskrähe. Aufgenommen mit 150 mm (300 mm KB) vom Auto aus.

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Der weiße Hirsch [2019|39]*

Stundenlang liegen wir auf der Lauer, um diesen seltenen weißen Hirsch abzulichten. Tage vergehen, auf der 10.000 Euro teuren Fotoausrüstung wächst so langsam Moos…

Weißer Hirsch

Weißer Hirsch auf der Pirsch.

[Update] Mir war dann die “normale” Bearbeitung doch etwas zu nüchtern, so daß ich in Lightroom etwas an den Reglern gespielt habe (kein zusätzliches Effekttool!). Es ist keine Teiltonung, sondern lineare Farbverläufe mit “speziellem” Weißabgleich.

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Nicht schlecht, Herr Grünspecht [2019|31]

Es ist immer gut, (s)eine Kamera parat zu haben… Ein Buntspecht ist mir schon öfter vor die Linse bekommen, sogar an einem Baum vor seiner Höhle. Seit ein paar Tagen spaziert als morgendlicher Gast ein Grünspecht (Vogel des Jahres 2014) durch den Garten.

Grünspecht

Grünspecht wandert durch den Garten.

Er ist seltener und sucht tatsächlich Nahrung vorzugsweise am Boden. Wenn ich die leichten Sprenkel richtig deute, handelt es sich um einen Jungvogel. Da ein Grünspecht reviertreu ist, hoffe ich langfristig auf weitere Beobachtungen.

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Meister Adebar [2019|20]

Bin heute früh mit dem Filius unterwegs. Der will schon früh morgens zum Spielplatz — und selbst mit dem Fahrrad dort hinfahren (knapp 2 km). Danach ist noch viel Zeit, bis wir mittags zu Oma und Opa eingeladen sind. Es ist also noch Gelegenheit, ein bißchen die Umgebung zu erkunden.

Meister Adebar

Meister Adebar

Trecker gehen immer. An einem nahegelegenen See mäht ein Bauer gerade seinen Wiesen und preßt das Heu in Ballen. Ein Weißstorch (Ciconia ciconia) nutzt die Gelegenheit zur Futtersuche und ist spannend zu beobachten. Übrigens, alle Störche sind Fleischfresser. Wenn er also die frisch gemähte Wiese abschreitet, hofft er auf fette Beute: Fische, Frösche und Nagetiere wie Wühlmäuse oder Hamster — oder auch große Insekten.

Aufnahme mit 150 mm (300 mm KB) frei Hand und ein deutlicher Ausschnitt, obwohl der Vogel groß und nicht gerade scheu ist. Das nur als Info für die Leute, die mit Superzoomkameras auf diese Entfernung Singvögel fotografieren wollen.

Hundeleben [2018|33]

In meinem 52-Bilder-Projekt gibt es manche Lücke, weil ein gutes Foto doch mehr als einen Fingerschnipps benötigt. Und manchmal ist es umgekehrt, da fliegen einem die Motive nur so zu und man hat Muße, auch Schnappschüsse zeitnah einzubinden.

Warten auf Herrchen.

Warten auf Herrchen.

Der Hund wartet vor dem Supermarkt entspannt auf Herrchen — ob es wohl auch leckeres Futter mitbringt?

Badeinsel der Lachmöwen [2018|18]

Recht spontan — nicht mal eine Woche Vorlauf ist heute ja sensationell — und trotz des stürmischen Wetters mache ich mit Fotofreund Uli eine kleine Fotosafari. Dabei muß man nicht immer durch die Lande kutschen, sondern diesmal suchen wir ein kleines Biotop aus, das fußläufig vor der Haustür liegt.

Die Lackmöwen gönnen sich eine Pause.

Die Lachmöwen gönnen sich eine Pause.

Es sind die alten Klärteiche der vor vielen Jahren geschlossenen Zuckerfabrik. Dabei handelt es sich um rund ein Dutzend Teiche zwischen denen mehr oder weniger begehbare Dämme liegen. So kommt man nah ans Wasser, aber die Tiere fühlen sich sicher. “Schon immer” sind dort auch viele Vögel zu Hause.

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Frühlingsanfang mit Storch [2018|12]

Sowohl kalendarisch als auch meteorologisch soll ja Frühling sein. Nach der “russischen Keule/Peitsche” mit Temperaturen bis -12 Grad ist es ja schon ein paar Tage ziemlich mild, doch nachts noch immer frostig. Vielerorts schneit es sogar wieder…

Storch

Storch

Bei einer kleinen Tour durch die Feldmark zwischen Lehrte und Peine (auf dem 52. Breitengrad) entdecke ich einen Storch: Inzwischen muß man fragen, ist er schon da oder war er gar nicht weg?

Aufgenommen frei Hand mit 150 mm (300 mm KB; 1/320 s, Blende 5,6 bei ISO 1.250), zum Glück bildstabilisiert.