Lost im Place [2017|31]

Diese Woche gibt’s ein Selfie. So etwas mache ich recht selten, aber wenn man allein mit dem Fahrrad unterwegs ist, geht es oft nicht anders. Ja, ein kleines Stativ hätte ich dabei, auch eine Fernsteuerungsapp, aber ein Selbstportrait ist ja nicht das Ziel des Ausflugs.

Selfie am Lost Place.

Selfie am Lost Place.

Im Gegenteil: Weil ein als Abkürzung erhoffter Feldweg buchstäblich in die Botanik führt, stoße ich unvermittelt auf einen lost place.

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Nachtwanderung [2016|14]

Mit einer “immer dabei”-Kamera, die sehr gute Qualität ermöglicht, mache ich auch immer Bilder (am häufigsten natürlich vom Junior). Die Handlichkeit kommt natürlich besonders der Straßenfotografie zu Gute.

Nachts auf der Straße.

Nachts auf der Straße.

Der abendliche Heimweg führt durch eine Unterführung, bei der die Fahrbahn mehrere Meter gegenüber dem Fußweg abgesenkt ist, was für eine merkwürdige Atmosphäre sorgt. Ich erwische den Passanten nicht nur in der Schrittbewegung, sondern vor einer grau abgesetzten Fläche, die wie ein Bild im Bild wirkt. — Technische Daten: 30 mm (60 mm KB) mit 3.200 ISO 1/30 s bei Blende 5,6.

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Geisterbahn [2016|11]

Das wollten wir schon lange mal machen: In den Untergrund gehen. Allerdings ist es keine “lost place”-Aktion, sondern eine ganz offiziell geführte Tour mit “Stattreisen Hannover”.

Eine Haltestation auf Reserve.

Eine Haltestation auf Reserve unter dem Hauptbahnhof.

Bei Planung des hannöverschen U-Bahn-Netzes inden 1970er hat man sehr weit geplant und gedacht: Wenn sich nicht alle Linien auf einmal realisieren lassen, bauen wir schonmal die zentralen Bahnhöfe.

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Geht hier die Bildung in’n Arsch? [2016|08]

Vergangenes Wochenende statte ich im Rahmen eines kleinen Fotowettbewerbs unserer Bilderbox meiner ehemaligen Grundschule einen Besuch ab. Das Gelände ich öffentlich zugänglich und geht in hübsch gestaltete Grünanlagen über. Auch Google Maps zeigt ein recht weitläufiges Gelände.

Bildung

Abgeschlossen: Thema Bildung.

Doch bei den Gebäuden darfst du nicht so genau hinsehen oder reinsehen. Vieles wirkt von außen wie ein “lost place”. Ist es aber nicht, hier findet täglich Unterricht statt… Seit meiner Einschulung vor mehr als 30 Jahren hat sich hier scheinbar nichts verändert, ist wohl wenig erneuert worden. An vielen Stellen soll die bunte Bemalung vermutlich vom tristen Waschbeton ablenken. — Das Graffiti “Abschluß” und der Baum symbolisieren m. E. den Konflikt zwischen “die deutsche Wirtschaft floriert” und Bildung ist “uns” nichts wert. Das merkt man leider oft auch an den Stellenangeboten für “gesuchte Fachkräfte”…

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Conti im Fischauge [2013/44]

Obwohl die Spiegelreflexkamera noch immer Garant für beste Ergebnisse ist, sind Größe und Gewicht für “immer dabei” oft hinderlich. So beschränke auch ich mich bei manchem Spaziergang auf meine handlichere Kompaktkamera.

Wasserstadt im Fishauge

Wasserstadt im Fischauge

Ein Gang führt am “lost place” Continentalwerk Limmer vorbei, wo seit fast zehn Jahren das Wohngebiet Wasserstadt entstehen soll. Wasser gibt es links und rechts in Form von Kanälen und auch das Gelände steht stellenweise unter Wasser (obwohl es nicht besonders viel geregnet hat). Ungewöhnlich, Anfang November eine noch blühende Pflanze zu finden, die im Kontrast zum verlassenen Werksgelände steht. Wie setze ich sie am besten in Szene?

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Villa Nordstern [38/2011]

In Lehrte (Hannover) ist die Villa Nordstern ein Dauerbrenner. Ende des 19. Jahrhunderts vom Zementfabrikanten Hermann Manske gebaut (Werke Teutonia und Germania, siehe auch “Vom Donnerkeil zum Bleupfeil”), ist es seinerzeit modern ausgestattet und wird nach einem Rennpferd benannt.

Villa Nordstern

Villa Nordstern

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