Lightpainting — der Boden ist Lava [2020|07]

Mein Sohn hat sich beschwert, daß ich Lightpainting immer nur mit den “üblichen Verdächtigen” mache. Also nutzen wir die dunkle Jahreszeit für eine eigene Session — Übung genug habe ich ja.

Erste Schritte auf dem Spielplatz...

Erste Schritte auf dem Spielplatz…

Damit es nicht zu kompliziert wird, gehen wir auf den Spielplatz nebenan. Das könnte eine tolle Location sein, aber durch viele beleuchtete Fenster und ein blödes Kellerlicht im Hintergrund paßt es nicht wirklich. Aber für erste Übungen reicht es. Ivo bevorzugt mein selbstgebasteltes “Lichtschwert” aus Leuchtdioden und Kabelkanal. Wichtig ist, dem (kleinen) Künstler zu vermitteln, daß man nicht nur auf einer Stelle malen sollte. Und der Fotograf verzichtet auf komplizierte Regieanweisungen, sondern läßt die Kamera “mitlaufen”.

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Volkstrauertag [2019|46]

Gedenktage sind arbeitsfreie Tage — mehr interessiert die Menschen nicht. Und es ist sowieso Sonntag. Wenn es mehr Offizielle als “Zuschauer” gibt, kommt einem die Teilnahme an einer Gedenkstunde fast schon konspirativ vor. Ich hatte mir “mehr Interesse” wenigstens für diese Veranstaltung vorgenommen und es auf dem sonntäglichen Weg zu Oma und Opa umgesetzt.

Volkstrauertag

Volkstrauertag in Lehrte.

In der benachbarten Matthäuskirche gab es einen Gedenkgottesdienst sowie anschließend eine Ausstellung bzw. Informationsveranstaltung.

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Zucchini unbeeindruckt [2019|43]

Als ich vor ein paar Wochen meine Zucchini-Ernte begutachte, ist es “normale” Erntezeit. Nun haben wir Ende Oktober — und meine Zucchini zeigt sich unbeeindruckt.

Zucchini unbeeindruckt

Zucchini weiterhin unbeeindruckt.

Sie bildet fleißig Blüten und es enstehen auch noch Früchte (Region Hannover, 52. Breitengrad). Vielleicht liegt es auch an meinen süßen Trauben, die ich nur teilweise geerntet habe und die noch viele Insekten anziehen. Daneben noch etwas Kapuzinerkresse, die zaghaft blüht. — Keine besondere Bildbearbeitung, Schnappschuß mit dem Smartfon (ISO 64, f2, 1/35 s).

Zuckerfabrik [vor 10 Jahren]

Vor rund zwanzig Jahren muß in Lehrte “sugar town” die Zuckerfabrik muß aus wirtschaftlichen Gründen und als angeblicher Störfaktor weichen. Nach dem Abriß werden ein Einkaufszentrum und eine Stadtparkerweiterung zügig gebaut. Der restliche Rübenhof, wo während der Kampagne Rüben angeliefert, gewaschen und gelagert werden, bleibt lange Zeit unbebaut. Mein Foto von Oktober 2009 zeigt schön das Ensemble aus altem Elektrizitätswerk (inzwischen Stadtwerke-Verwaltung), Wasserturm und Zuckersilo.

Lehrter Wasserturm im Oktober 2009

Lehrter Wasserturm im Oktober 2009.

Zwei Jahre später geht’s mit dem Bau des Baumarktes los. Ob täglicher Liefer- und Kundenverkehr weniger stören und mehr Geld bringen sei dahingestellt… Immerhin muß das Pflaster des Kreisels regelmäßig erneuert werden und ein familiengeführter Baumarkt schließt nach einem Selbstmord.

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Mähdrescher [2019|31]

Eigentlich ist es das Foto, auf das ich seit Wochen warte, denn schon Anfang Juli findet man in diesem Jahr die ersten gemähten Felder. Es liegt das typische Erntearoma in der Luft, das ich eher mit Juli/August verbinde. Obwohl viele Felder die Strohrollen schmücken oder sogar bereits gepflügt sind, habe ich nie einen Mähdrescher in Aktion “erwischt” (Lieblingswort und aktuelles Wunschfahrzeug meines Sohnes). Zuerst war es wohl Gerste, jetzt ist Weizen dran.

Mähdrescher

Mähdrescher sind toll.

Die intelligente Automatik der Lumix zieht die ISO auf noch brauchbare 3.200, um eine “sichere” 1/60 s bei Blende 4 zu ermöglichen — Dank Bildstabilisierung klappt dies auch bei 45 mm (90 mm KB) noch sehr gut.

In der Bildbearbeitung mindere ich den Dunst und verschiebe den Weißabgleich etwas ins Wärmere, mehr nicht.

Regentour [2019|29]

Es gilt mal wieder, die beste Kamera ist die, die man dabei hat. Nachdem mein Junior am Wochenende den überraschenden Wunsch hat, eine Regen(!)-Tour zu machen, ist leichtes Gepäck gefragt, denn ein Regenschirm schränkt schon stark ein. Nachdem Im Juni über Trockenheit gejammert wurde, ist der Juli an einigen Tagen überraschend frisch (nachts/morgens auch Mal 14 °C) und regnerisch — die lang ersehnte Abkühlung.

Regentour mit Ivo

Regentour.

Trotz nicht so toller Lichtverhältnisse entsteht dieser Schnappschuß wieder per Smartfon, mit ISO 64, Blende 2,2 und 1/35 s (3,8 mm, etwa 27 mm KB). Die Bildqualität ist i. O., schade, daß auch gute Smartfons keinen RAW-Modus anbieten und zusätzliche Apps oft eine freigeschaltete Spezialschnittstelle/API benötigen, sonst käme es wohl noch öfter zum Einsatz.

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Meister Adebar [2019|20]

Bin heute früh mit dem Filius unterwegs. Der will schon früh morgens zum Spielplatz — und selbst mit dem Fahrrad dort hinfahren (knapp 2 km). Danach ist noch viel Zeit, bis wir mittags zu Oma und Opa eingeladen sind. Es ist also noch Gelegenheit, ein bißchen die Umgebung zu erkunden.

Meister Adebar

Meister Adebar

Trecker gehen immer. An einem nahegelegenen See mäht ein Bauer gerade seinen Wiesen und preßt das Heu in Ballen. Ein Weißstorch (Ciconia ciconia) nutzt die Gelegenheit zur Futtersuche und ist spannend zu beobachten. Übrigens, alle Störche sind Fleischfresser. Wenn er also die frisch gemähte Wiese abschreitet, hofft er auf fette Beute: Fische, Frösche und Nagetiere wie Wühlmäuse oder Hamster — oder auch große Insekten.

Aufnahme mit 150 mm (300 mm KB) frei Hand und ein deutlicher Ausschnitt, obwohl der Vogel groß und nicht gerade scheu ist. Das nur als Info für die Leute, die mit Superzoomkameras auf diese Entfernung Singvögel fotografieren wollen.

Blick durch die Glaskugel [2019|17]

Ich liebe ja Superweitwinkelobjektive, bis 14 mm (KB) bin ich zur Zeit ausgestattet. Allerdings fehlt mir noch ein Fisheye mit der charakteristisch rund verzeichneten Abbildung (ich hatte schonmal 4,5 mm für APS C)

Blick durch die Glaskugel

Blick durch die Glaskugel

Aber eine interessante Fototechnik zum Experimentieren ist der Blick durch die Glaskugel. Die bestellst du in einschlägigen Quellen — ist dann meist aus Acryl — und sollte möglichst keine Einschlüsse, Blasen oder Kratzer haben. Dann fotografierst du einfach los: Bei nahen Objekten ergibt sich ein Lupeneffekt, bei weiter entfernten ähnelt es dem Fisheyeobjektiv.

Megahub [2019|09]

Mit der digitalen Fotografie ist es praktikabel geworden, Veränderungen zu dokumentieren. Das lohnt sich besonders bei Baustellen. Was im Einzelbild oft noch lächerlich erscheint, freut einen wenn man Jahre später den Überblick hat, zum Beispiel am DB Megahub in Lehrte/Hannover.

Baustelle DB Megahub

DB Megahub in Lehrte

An der Baustelle gibt es eine offizielle Aussichtsplattform, die mein Sohn und ich regelmäßig aufsuchen. So kann ich von einem leicht erhöhten Standpunkt ein Panorama aufnehmen.

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Eigentlich müßte der Rasen gemäht werden [2019|01]

Ich sitze gemütlich auf der Terrasse an einer windgeschützten Ecke, genieße ein paar schüchterne Sonnenstrahlen und denke bei mir, eigentlich müßte der Rasen ja mal wieder gemäht werden… Ups, es ist ja Neujahr, Winter, Rasenmäher eingemottet — ob das nach der Gemeindeordnung überhaupt gestattet ist?

Muß Rasengemäht werden?

Muß Rasengemäht werden?

Es ist übrigens das Gras, welches ich noch im September/Oktober ausgesät habe (weil die Packung rumstand). Die verhältnismäßig milden Temperaturen in Kombination mit recht viel Regen scheinen dem Wachstum nach dem heißen Sommer gut zu bekommen. Schnappschuß, bevor wieder Schauer und Windböen die Regie übernehmen. Vom unteren Bildrand greift eine Hand ins Leere… — Lumix 12 mm (24 mm KB) 1/125 s bei Blende 3,5 und ISO 250).