Ich bin eigentlich eine Katze [2013/45]

Wenn man nicht von berufswegen täglich in Sachen Fotografie unterwegs ist, ist ein Projekt wie meines manchmal ganz schön anstrengend. So muß inzwischen öfter man die Handykamera ausreichen — allerdings gelingen mit dem unauffälligen, weil jedermann vertrautem Gerät, immer wieder schöne Straßenfotos. Der Spott meines Fototrupps, weil ich sonst dSLR und RAW schwöre, ist mir trotzdem gewiß.

Ich bin eigentlich eine Katze.

Ich bin eigentlich eine Katze.

Egal, mein Bild der Woche ist ein Hund — der wie eine Katze in einem Fenster thront und sich auch durch Passanten nicht aus der Ruhe bringen läßt.

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CWGC [2013/43]

Mancher kennt sie aus heroischen amerikanischen Spielfilmen, aber auch hierzulande gibt es Soldatenfriedhöfe nach angelsächsischem Muster.

Commonwealth War Graves Commission bei Seelze/Hannover

Commonwealth War Graves Commission bei Seelze/Hannover

Während man in Deutschland eher zu Parkanlagen tendiert — leider nicht immer so frei in der Gestaltung wie Engesohde — ist die schlichte Geometrie der CWGC speziell bei Anlagen mit Gedenkcharakter so gewollt, Schrein und Kreuz/Schwert gehören ebenso dazu. Sie wird von der “Commonwealth War Graves Commission” weltweit nach einem strengen Schema umgesetzt.

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Contiwerk Limmer [21/2013]

Der Unterschied zwischen knipsen und fotografieren liegt zum großen Teil in der bewußten Wahrnehmung (so ähnlich wie bei bunt und farbig). So möchte ich mit der Sparte Straßenfotografie (street photo) gern den gewöhnlichen Alltag bewußt im Bild festhalten. Dazu gehört auch der “Abbau” oder schlicht Zerfall von Gebäuden oder ganzen Stadtteilen, unter Fotografen auch “lost places” genannt.

Continental Limmer

Continental Limmer

In der Region Hannover gehört dazu eine von vielen Produktionsstätten der Continental AG, ein Unternehmen, das neben Reifen auch eine Menge anderer Dinge herstellt. Trotz Expansion wird im Jahr 2000 das Werk Limmer nach rund 70 Jahren geschlossen (ehemals Hannoversche Gummiwerke Excelsior, seit 1862). Doch nicht alle Teile werden abgerissen, weil ein Bauunternehmen dort als “Wasserstadt Limmer” schicke Lofts und eine Wohnsiedlung errichten möchte (ähnlich ergeht es Villa Nordstern).

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Legoland [16/2013]

Seit einiger Zeit werden bei Arbeiten an der Fassade nicht nur Gerüste aufgestellt, sondern sie werden oft auch komplett mit durchscheinenden Bahnen abgehängt. Auf meiner Fahrt zur Brauerei entdecke ich einen Häuserblock, der gerade umfangreich renoviert wird.

Vermummte Häuser.

Legoland.

Es ist diesmal nicht nur die verfremdende Wirkung dieser Abdeckung wie bei der Kirche im vergangenen Sommer, sondern auch die Kombination aus Geometrie und Grundfarben, die auch ein bißchen wie Lego wirkt: Senkrechte blaue und weiße “Säulen”, der Container als gelbes Rechteck, das knallrote Auto und davor die schwarzen Schienen und weißen Schwellen der Strapazenbahn, die fast wie eine Grundplatte wirken.

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Blaues Wunder [14/2013]

Herbst und Frühling sind Übergangszeiten. In der Kulturlandschaft macht sich dies durch abgeerntete oder frisch bestellt Felder bemerkbar, die Dank überwiegend mechanisierter Bearbeitung immer wieder eine bemerkenswerte Geometrie bzw. Symmetrie aufweisen.

Blaues Wunder.

Blaues Wunder.

Fotografisch interessant finde ich dabei die Gegensätze aus vielen Tausend “schief” wachsenden Pflanzen, die — tritt man ein paar Schritte zurück — plötzlich wie mit dem Lineal gezogene Linien werden.

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