Contiwerk Limmer [21/2013]

Der Unterschied zwischen knipsen und fotografieren liegt zum großen Teil in der bewußten Wahrnehmung (so ähnlich wie bei bunt und farbig). So möchte ich mit der Sparte Straßenfotografie (street photo) gern den gewöhnlichen Alltag bewußt im Bild festhalten. Dazu gehört auch der “Abbau” oder schlicht Zerfall von Gebäuden oder ganzen Stadtteilen, unter Fotografen auch “lost places” genannt.

Continental Limmer

Continental Limmer

In der Region Hannover gehört dazu eine von vielen Produktionsstätten der Continental AG, ein Unternehmen, das neben Reifen auch eine Menge anderer Dinge herstellt. Trotz Expansion wird im Jahr 2000 das Werk Limmer nach rund 70 Jahren geschlossen (ehemals Hannoversche Gummiwerke Excelsior, seit 1862). Doch nicht alle Teile werden abgerissen, weil ein Bauunternehmen dort als “Wasserstadt Limmer” schicke Lofts und eine Wohnsiedlung errichten möchte (ähnlich ergeht es Villa Nordstern).

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Kamerasucher ausgerichtet [20/2013]

Mein Bild der Woche stammt von einer Fotoexkursion zum “lost place” Contiwerk Limmer. Nachdem das Gelände seit mehr als zehn Jahren brach liegt und Tausende von Neugierigen schon die ehemaligen Werkshallen inspiziert haben, komme auch ich endlich einmal dazu — das mit der “Wasserstadt” scheint ja auch noch etwas zu dauern…

Blick durch einen neumodischen Kamerasucher.

Blick durch einen neumodischen Kamerasucher.

Das Bild zeigt eine typische Aufnahmesituation, die Fotofreund Ziya aufgebaut hat: Die Kamera auf dem Stativ (ein schickes “Manfrotto Carbon“) und in diesem Fall mit “live view” ausgerichtet, sogar mit elektronischer Wasserwaage (ich selbst bevorzuge den Blick durch den Sucher und habe sogar einen altmodischen Winkelsucher zum Aufstecken). Der Sucher zeigt dabei ein Motiv, das ich zufällig einige Minuten zuvor selbst so aufnehme.

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Löwenzahn [19/2013]

Wir haben die KW 19 und so langsam traut sich der Frühling hervor (wenn es auch zum Monatsende in den Mittelgebirgen noch einmal schneit), gut zu erkennen an den zahlreichen gelben Tupfen in der Landschaft: Löwenzahn.

Löwenzahn

Löwenzahn

Gern würde ich meinen Baum der Jahreszeiten inmitten einer mit gelbem Löwenzahn verzierten Wiese fotografieren, doch leider wächst er nur an einigen Stellen — und natürlich nur spärlich auf der Sichtachse meiner üblichen Aufnahmeposition — wird sogar zum Teil vom Gras überwuchert.

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Feuerstuhl [18/2013]

Nach der Exkursion mit dem Foto-Community-Stammtisch zum Steinhuder Meer entdecke ich auf der Rückfahrt eine schöne Allee, die direkt von einer vielbefahrenen Bundesstraße abzweigt. Ein Glücksfall, weil Bäume an Straßenrändern ja aus vielerlei “Sicherheitsgründen” abgeholzt werden.

Mit dem Feuerstuhl durch die Allee.

Mit dem Feuerstuhl durch die Allee.

Weil es noch nicht so recht Frühling ist, die Bäume weder Blätter noch Knospen tragen, mache ich aus der Not eine Tugend: Mit dem Preset “starker Blaufilter” wandele ich das etwas triste Farbbild in ein kontrastreiches Schwarzweißbild um. Bei dieser Straße kommt noch hinzu, daß sie keine Leitlinie in der Straßenmitte hat und so eine gewisse Beschaulichkeit und Ruhe ausstrahlt. Andererseits verleihen die quer zur Fahrbahn verlaufenden Schatten der Bäume durch die seitlich tiefstehenden Sonne wiederum Struktur. Ferner gibt es einen spannenden Gegensatz zwischen den geraden Linien der Straße und dem wirren Durcheinander der Baumkronen.

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Wischiwaschi [17/2013]

Vordergründig ist Fotografie das “einfache” Standbild und Video das tolle bewegte Bild. Doch richtig gute Fotos zeichnen sich dadurch aus, daß sie einen Moment der Bewegung einfangen und so viel plastischer darstellen können.

Bewegungsunschärfe macht Bewegung sichtbar.

Bewegungsunschärfe macht Bewegung sichtbar.

Oft nimmt man dies nur bei Nachtaufnahmen wahr, weil dort durch Lichtmangel und lange Belichtungszeiten dieser Effekt zwangsläufig auftritt, während tagsüber oft kurze Verschlußzeiten Bewegungen automatisch “einfrieren”.

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