Kamerasucher ausgerichtet [20/2013]

Mein Bild der Woche stammt von einer Fotoexkursion zum “lost place” Contiwerk Limmer. Nachdem das Gelände seit mehr als zehn Jahren brach liegt und Tausende von Neugierigen schon die ehemaligen Werkshallen inspiziert haben, komme auch ich endlich einmal dazu — das mit der “Wasserstadt” scheint ja auch noch etwas zu dauern…

Blick durch einen neumodischen Kamerasucher.

Blick durch einen neumodischen Kamerasucher.

Das Bild zeigt eine typische Aufnahmesituation: Die Kamera auf dem Stativ (ein schickes “Manfrotto Carbon“) und in diesem Fall mit elektronischer Wasserwaage (ich selbst bevorzuge den Blick durch den Sucher und habe sogar einen altmodischen Winkelsucher zum Aufstecken). Der Sucher zeigt dabei ein Motiv, das ich zufällig einige Minuten zuvor selbst so aufnehme.

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Löwenzahn [19/2013]

Wir haben die KW 19 und so langsam traut sich der Frühling hervor (wenn es auch zum Monatsende in den Mittelgebirgen noch einmal schneit), gut zu erkennen an den zahlreichen gelben Tupfen in der Landschaft: Löwenzahn.

Löwenzahn

Löwenzahn

Gern würde ich meinen Baum der Jahreszeiten inmitten einer mit gelbem Löwenzahn verzierten Wiese fotografieren, doch leider wächst er nur an einigen Stellen — und natürlich nur spärlich auf der Sichtachse meiner üblichen Aufnahmeposition — wird sogar zum Teil vom Gras überwuchert.

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Wischiwaschi [17/2013]

Vordergründig ist Fotografie das “einfache” Standbild und Video das tolle bewegte Bild. Doch richtig gute Fotos zeichnen sich dadurch aus, daß sie einen Moment der Bewegung einfangen und so viel plastischer darstellen können.

Bewegungsunschärfe macht Bewegung sichtbar.

Bewegungsunschärfe macht Bewegung sichtbar.

Oft nimmt man dies nur bei Nachtaufnahmen wahr, weil dort durch Lichtmangel und lange Belichtungszeiten dieser Effekt zwangsläufig auftritt, während tagsüber oft kurze Verschlußzeiten Bewegungen automatisch “einfrieren”.

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Legoland [16/2013]

Seit einiger Zeit werden bei Arbeiten an der Fassade nicht nur Gerüste aufgestellt, sondern sie werden oft auch komplett mit durchscheinenden Bahnen abgehängt. Auf meiner Fahrt zur Brauerei entdecke ich einen Häuserblock, der gerade umfangreich renoviert wird.

Vermummte Häuser.

Legoland.

Es ist diesmal nicht nur die verfremdende Wirkung dieser Abdeckung wie bei der Kirche im vergangenen Sommer, sondern auch die Kombination aus Geometrie und Grundfarben, die auch ein bißchen wie Lego wirkt: Senkrechte blaue und weiße “Säulen”, der Container als gelbes Rechteck, das knallrote Auto und davor die schwarzen Schienen und weißen Schwellen der Strapazenbahn, die fast wie eine Grundplatte wirken.

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Herrenhäuser Brauerei [15/2013]

Du mußt einen Baum pflanzen, ein Haus bauen und mindestens einmal eine Brauerei von innen gesehen haben — zum Beispiel die Privatbrauerei Herrenhäuser in Hannover. Das Unternehmen hat eine Tradition seit 1868, ging 2010 in Insolvenz und gehört seither zur Privatbrauerei Wittingen (ebenfalls aus der Region).

Stilleben in der Herrenhäuser Brauerei.

Stilleben in der Herrenhäuser Brauerei.

Im Vergleich zu den weltweit operierenden Fabriken ist sie überschaubar und regional verwurzelt. Ich nehme an einer Besichtigung teil, die vom neuen Eigentümer Christian Schulz-Hausbrandt und zwei seiner Mitarbeiter geführt wird. Nach einem Vortrag über die wirtschaftliche Entwicklung und dem Rundgang durch die Produktion endet der Tag im Brauereistübchen mit der Verkostung des Produktes. — Solche Touren kann jedermann buchen und vielleicht zum Brauereifest am 14. und 15. Juni 2013 einen Besuch abstatten.

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