Conti im Fischauge [2013/44]

Obwohl die Spiegelreflexkamera noch immer Garant für beste Ergebnisse ist, sind Größe und Gewicht für “immer dabei” oft hinderlich. So beschränke auch ich mich bei manchem Spaziergang auf meine handlichere Kompaktkamera.

Wasserstadt im Fishauge

Wasserstadt im Fischauge

Ein Gang führt am “lost place” Continentalwerk Limmer vorbei, wo seit fast zehn Jahren das Wohngebiet Wasserstadt entstehen soll. Wasser gibt es links und rechts in Form von Kanälen und auch das Gelände steht stellenweise unter Wasser (obwohl es nicht besonders viel geregnet hat). Ungewöhnlich, Anfang November eine noch blühende Pflanze zu finden, die im Kontrast zum verlassenen Werksgelände steht. Wie setze ich sie am besten in Szene?

Leider beschneidet der sog. Crop-Faktor bei vielen Kameras deutlich den Weitwinkelbereich, so werden aus den 7,4 mm meiner Kompaktkamera wg. des kleinen Sensors mit dem Crop-Faktor 4,5 effektiv etwa 35 mm. Die Powershot G-Reihe von Canon weist allerdings eine Besonderheit auf: Der Ring um das fest eingebaute Objektiv dient nicht nur der Zierde, sondern deckt einen Bajonettanschluß ab. Dieser dient zwar nicht dazu, andere Objektive anschließen zu können, sondern für Zubehör. Grundlage ist in der Regel ein spezieller Tubus, der in einem 58-mm-Gewinde endet. Für dieses Gewinde habe ich noch aus Analogzeiten einen sog. Weitwinkelkonverter. Dieser wird wie eine Nahlinse vor das Objektiv geschraubt und verkürzt dessen Brennweite, so daß aus einem 50er mit — geschätztem — Faktor 0,25 ein respektables 12er wird (leider weiß ich nicht mehr den konkreten Wert). In diesem Fall muß man also 7,4 x 0,25 x 4,5 rechnen, so daß etwa ein Bildwinkel herauskommt, der einem 8-mm-Fisheye Vollformat entspricht.

Schade, daß kein komplettes, kreisrundes Bild dabei heraus kommt wie bei einer Vollformatkamera — diese spezielle Darstellung gefällt mir aber trotzdem. Belichtung 1/400 s bei Blende 4 (ISO 200/24 DIN), minimale Bildbearbeitung mit leichter Anhebung der Kontraste und etwas freundlicherer Lichtstimmung.

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