Lightpainting — der Boden ist Lava [2020|07]

Mein Sohn hat sich beschwert, daß ich Lightpainting immer nur mit den “üblichen Verdächtigen” mache. Also nutzen wir die dunkle Jahreszeit für eine eigene Session — Übung genug habe ich ja.

Erste Schritte auf dem Spielplatz...

Erste Schritte auf dem Spielplatz…

Damit es nicht zu kompliziert wird, gehen wir auf den Spielplatz nebenan. Das könnte eine tolle Location sein, aber durch viele beleuchtete Fenster und ein blödes Kellerlicht im Hintergrund paßt es nicht wirklich. Aber für erste Übungen reicht es. Ivo bevorzugt mein selbstgebasteltes “Lichtschwert” aus Leuchtdioden und Kabelkanal. Wichtig ist, dem (kleinen) Künstler zu vermitteln, daß man nicht nur auf einer Stelle malen sollte. Und der Fotograf verzichtet auf komplizierte Regieanweisungen, sondern läßt die Kamera “mitlaufen”.

“B” oder “T”?

Neben dem Stativ bewährt sich ein Funk-Fernauslöser, so daß ich auch ein wenig herumlaufen und “mitreden” kann. Leider bietet Canon von Haus aus nur “B” — Belichtung, so lange Auslöser gedrückt — während viele Nikons und einige andere Kameras den Modus “T” bieten, wo beim ersten Auslösen, der Verschluß öffnet und erst mit einem zweiten Auslösen wieder schließt (in der Anleitung nachschauen, ob das geht). Das gibt mehr Spielraum, wenn man “nebenbei” noch andere Dinge erledigen möchte.

Fächerwand Blau-Grün

Fächerwand Blau-Grün.

Prinzipiell ist eine Vollmondnacht nicht gerade ideal, wenn man fürs Lightpainting eine möglichst dunkle Ecke sucht. Aber Wolken ziehen vorbei, so daß es gedämpft wird. Es kommt natürlich auch darauf an, wie filigran die eigene Lichtquelle ist und wie zügig man zugange ist. Bei der Gelegenheit darf ich auch mitmachen.

Selfie

Ivo wünscht sich ein Foto zusammen mit Papa. Also bauen wir ein entsprechendes Setup auf, zum Glück steht das Auto mit dem ganzen Equipment ganz in der Nähe. Auch hier bewähren sich die Yongnuo-Funkauslöser, zusätzlich habe ich zum Testen auch einen entfesselten Blitz von Andoer in der Tasche, der ebenfalls per Funk ausgelöst werden kann.

Der Boden ist Lava.

Der Boden ist Lava.

Jetzt ist eine Taschenlampe mit umschaltbaren Farben das Werkzeug der Wahl. Zunächst verwenden wir es mit einer Papiertüte als Diffusor, später ohne mit direkter Projektion auf den Boden. Mittendrin gibt es einen Blitz mit etwa 1/64 Power, so daß wir im Bild einigermaßen erkennbar werden. — Es zeigt sich, daß abstrakte Muster allein schnell langweilig werden. Deshalb sollte man unbedingt auf die Location (=interessanter Hintergrund) achten oder Personen ins Bild einbinden.

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